Schlaf dich (herz)gesund

Schlaf dich (herz)gesund

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Nach einer erholsamen Nacht fühlst du dich fitter und leistungsfähiger. Du startest mit mehr Energie in den Tag. Aber warum genau ist das so? Während du schläfst, kommt dein gesamter Körper zur Ruhe und wichtige Regenerationsprozesse können stattfinden. Dabei verlangsamen sich Atmung und Puls, der Blutdruck sinkt, und die Körpertemperatur fällt leicht ab. Schlaf und Regeneration sind jedoch nicht nur für dein allgemeines Wohlbefinden und die körperliche und seelische Erholung unverzichtbar, sondern beeinflussen auch deine Herzgesundheit. Dies wird deutlich, wenn wir einen Blick auf die Folgen von wenig erholsamem Schlaf werfen

Was sind die Folgen von wenig erholsamem Schlaf?

Bei wenig oder schlechtem Schlaf sinkt der Blutdruck nicht ausreichend ab, sondern bleibt die Nacht über auf einem erhöhten Niveau. Das sympathische Nervensystem (aktivierende Wirkung) gerät in Alarmbereitschaft und Stresshormone werden vermehrt ausgeschüttet. Der Körper kann also nicht richtig zur Ruhe kommen. Demzufolge begünstigt ein nicht erholsamer Schlaf auch das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Risiko, beispielsweise eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln, wird durch unzureichenden Schlaf beinahe verdoppelt. Dabei sind Schlafprobleme alles andere als selten und werden von einigen Forschern als Volkskrankheit bezeichnet. Insgesamt 20 bis 30 % der Deutschen haben gelegentlich Schlafstörungen. Dazu zählen unter anderem Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und verfrühtes Erwachen. Eines haben all diese Schlafprobleme gemeinsam – eine fehlende Erholsamkeit des Schlafes. Aber was genau ist erholsamer Schlaf eigentlich und woran erkennst du ihn?

Was ist erholsamer Schlaf?

Wahrscheinlich hast du intuitiv schon ein Gefühl dafür, ob eine Nacht erholsam war oder nicht. Erholsamer Schlaf kennzeichnet sich durch schnelles Einschlafen, problemloses Durchschlafen und das morgendliche Gefühl, ausgeschlafen zu sein. Wie viel Schlaf man dabei benötigt, um erholt in den Tag zu starten, ist von Person zu Person verschieden und teils genetisch bedingt. Generell gelten jedoch 6 bis 8 Stunden als optimal. Kürzere, aber auch längere Schlafzeiten hingegen gehen mit gesundheitlichen Risiken und Leistungsbeeinträchtigungen einher. Neben der Dauer spielt auch die Qualität des Schlafs eine entscheidende Rolle. Wer beispielsweise insgesamt acht Stunden schläft, aber mehrmals nachts aus dem Schlaf gerissen wird, fühlt sich am Morgen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erholt. Durch Unterbrechungen wird der Schlaf flacher und unruhiger, zudem sind wichtige, erholsame Tiefschlafphasen verkürzt. Vielleicht hast du selbst auch schon einmal die Erfahrung gemacht, nachts aufzuwachen und nicht wieder einschlafen zu können. Bei Stress geraten wir häufig ins Grübeln und verlieren uns in Gedankenkreisläufen, die uns am Einschlafen hindern. Dieser Punkt ist für Herzpatienten besonders relevant. Sie beschäftigen sich häufig umfangreich mit ihrer Diagnose – und das teilweise auch nachts. Aber wodurch können Schlafprobleme noch hervorgerufen werden?

Wie kannst du deine Schlafqualität verbessern?

Generell lohnt es sich, das eigene Schlafverhalten und eventuelle Schlafprobleme im Arztgespräch bei deinem Kardiologen oder Hausarzt zu erwähnen. Mit ärztlicher Unterstützung kannst du beispielsweise auch einem Verdacht auf Schlafapnoe oder anderen Krankheiten nachgehen, die deinen Schlaf beeinflussen könnten. Dabei kann der Schlaf mit einem ambulant verwendbaren Messgerät oder in einem Schlaflabor untersucht werden. Darüber hinaus kannst du deinen Schlaf auch erholsamer gestalten, indem du auf eine gute Schlafhygiene achtest. Ähnlich wie du bei der klassischen Hygiene daran denkst z. B. regelmäßig die Hände zu waschen, um deine Gesundheit zu schützen, kannst du auch einige Regeln für einen erholsamen Schlaf beachten. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin hat verschiedene Tipps zur Schlafhygiene zusammengestellt, die du im Alltag für einen erholsameren und damit auch herzgesünderen Schlaf anwenden kannst:

  • Jeden Tag um dieselbe Zeit aufstehen.
  • In einem bequemen Bett schlafen.
  • Schlafzimmer richtig abdunkeln.
  • Nur schlafen gehen, wenn man wirklich müde ist.
  • Mindestens vier Stunden vor dem Zubettgehen keine koffeinhaltigen Getränke.
  • Kurz vor dem Schlafen nicht rauchen.
  • Mittagsschlaf vermeiden.
  • Alkoholkonsum reduzieren oder ganz auf Alkohol verzichten.
  • Aufstehen, wenn man nicht einschlafen kann. Beim Einschlafen nicht auf die Uhr schauen, damit kein Zeitdruck entsteht.

Zudem können auch regelmäßiger Sport oder Entspannungsübungen zu einem gesünderen Schlafverhalten beitragen. Schlaf dich gesund! Diese gut gemeinte Redewendung trifft also tatsächlich auch auf deine Herzgesundheit zu. Im Gesundheitsprogramm von Mio Health lernst du verschiedene Techniken kennen, um schneller und leichter einzuschlafen.

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